Geburtstag und Mauerfall

karteAm Samstag ist es also soweit, die Bundesrepublik Deutschland wird 60 Jahre alt. Aus diesem Grund möchte ich nochmal an meinen Blogbeitrag vom 28. Februar 2009 erinnern mit vielen Links zur 60jährigen Geschichte.

Und das wird nicht der einzige Jahrestag in diesem Jahr sein. 40 Jahre nach Gründung der beiden deutschen Staaten und 28 Jahre nach dem Mauerbau (1961 – 1989) fiel am 9. November 1989 die Mauer. Noch heute ist es erstaunlich, wie schnell das Ende des Sozialismus in der DDR stattfand.

Bereits im September 1989 fanden in Leipzig wöchentliche Demonstrationen statt und trotzdem beging man, ungeachtet davon, am 7. Oktober 1989 den 40. Jahrestag der DDR. Die größte Demonstration in der Geschichte der DDR fand 4 Wochen später auf dem Berliner Alexanderplatz statt und keine weitere Woche später verliest Günter Schabowski am 9. November 1989 vor laufenden Fernsehkameras, daß sofort und unverzüglich Privatreisen ins Ausland ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden könnten.

In diesem Jahr jährt sich der Fall der Mauer bereits zum 20. Mal. Die Alterklasse der unter 30-jährigen hat also die Teilung Deutschlands und die Wendezeit niemals erlebt. Viele Politiker werden an beiden Tagen wieder große Reden halten. Nervt euch das eher oder seid ihr auch der Meinung, daß Festtage dieser Art zur deutschen Geschichte gehören?

[Update] Wer sich kaum noch daran erinnern kann, daß Berlin einmal eine Insel mitten im Territorium der DDR war und für alle die, die wissen möchten, was z.B. der Unterschied zwischen West-Berlin und Westberlin war, habe ich noch einen interessanten Link zum Berliner Tagesspiegel gefunden. Titel: „Die Insel der Glücklichen“.

[Update] Und noch ein Nachtrag. Bei YouTube gibt es ein sehr gut gemachtes 10 Min. Video wie das damals war mit der Mauer. Wenn ihr die Mauer niemals erlebt habt, klickt mal auf „Eingemauert! Die innerdeutsche Grenze“ oder gleich hier unten auf Play.

60 Jahre Bundesrepublik Deutschland

brandenburger_tor_3 Ich kann mich nicht erinnern zu meiner Schulzeit etwas über die „Potsdamer Konferenz“ und die Aufteilung des Deutschen Reichs in Besatzungszonen gehört zu haben. Geschweige denn über die Gründung der DDR. Das einzige, an was ich mich erinnere, ist unsere Kunstlehrerin. Ein perspektivisches Bild sollten wir malen, welches eine Buchstabenabkürzung (bestehend aus 3 Buchstaben) enthielt.

Ich entschied mich, ohne jeden Hintergedanken, für BRD. Als das Bild fertig war, bekam ich zu hören, das ginge ja garnicht und ich hatte keine Ahnung warum (das war Ende der 1970er-Jahre). Heute weiß ich, daß die Abkürzung BRD mit dem Inkrafttreten der DDR-Verfassung Ende der 1960er-Jahre verstärkt durch die DDR verwendet wurde und die westdeutsche Politik daher in den 1970er-Jahren das Kürzel als „kommunistisches Kürzel“ darstellte.

Warum ich euch das erzähle? In diesem Jahr jährt sich die Gründung der Bundesrepublik Deutschland zum 60. Mal. Der Kalender schrieb den 23.05.1949, für viele von uns, auch für mich, ein Datum, daß weit vor meiner Geburt liegt. Nach der Aufteilung des Deutschen Reichs durch die Besatzungsmächte im August 1945, der Währungsreform und der Berlinblockade im Juni 1948, der Vereinigung Westdeutschlands zu einer Trizone durch die drei Westmächte im April 1949 wurde am 23. Mai 1949 das Grundgesetz verkündet.

Im Mai diesen Jahres begehen wir den Jahrestag nun bereits zum 60. mal und ich gebe zu, daß mir als in Westdeutschland aufgewachsenem die Geschichte der DDR genauso fremd ist, wie einem in der DDR aufgewachsenem die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Wer sich also vor dem Jahrestag auch mal etwas einlesen will, hier noch ein paar Links zu entsprechenden Artikeln bei Wikipedia.

Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)

Geschichte Deutschlands (seit 1990)

Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik (Gründung 7. Oktober 1949, Auflösung 3. Oktober 1990)

Eine neue Fernsehreihe – 60 Jahre Deutschland, 60 Jahre in bewegten Bildern – startet übrigens im März in der ARD und in diversen 3. Programmen.