
Wie ihr wißt, bin ich nicht der Radfahrer, der am Wochenende 100 km oder mehr runterreißt, aber als am Dienstag nach Ostern trotz Urlaub 😉 der Himmel strahlend blau war, habe ich mich kurzentschlossen mit dem Rad zu einer 44 km Runde aufgemacht. Nach einem morgendlichen Abstecher zum Krefelder Alexanderplatz (hier die versprochenen Kirschblütenbilder) ging es auf den Krefelder Radschnellweg in Richtung Krefeld Oppum. Von dort durch ein paar etwas verkehrsreichere Straßen, über Eisenbahn und Autobahn. Der Ausbau der A57, den man hier gut beobachten kann, erzeugte auch an dem Morgen einen gehörigen Stau.




Nach Überquerung der Autobahn ging es dann ins Grüne. Durchs Naturschutzgebiet „Die Buersbach“ (den Latumer See habe ich links liegen gelassen) ging es Richtung Lank Latum. Lank Latum gehört zu Meerbusch, allerdings habe ich den Ort nur ganz am Rande gestreift. Über eine mit Pappeln gesäumte Allee, die auch genau so hieß, ging es durch weitere Grüngürtel, kurz nach Langst Kierst (auch Meerbusch) und gleich wieder raus in Richtung Rhein.

Auf halber Strecke mußte ich kurz einen Abzweig mitten zwischen ein paar Rapsfelder nehmen, um dann, nach kurzer Fahrt, linksrheinisch den Rheindeich nahe der Ilvericher Altrheinschlinge zu erreichen. Die Pylonen der Flughafenbrücke (A44) sind bereits zu sehen. Hier geht es mit dem Rad in einer Art Schnecke auf die Autobahnbrücke Richtung Flughafen. Der Radweg führt hier getrennt durch eine Leitplanke über den Rhein. Auf der anderen Seite weitere Rapsfelder und Flugzeuge im Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen.




Jetzt kommt der gemütliche Teil der Strecke, denn rechtsrheinisch führt hier ein gut geteerter Fuß- und Radweg immer am Rhein entlang. Nach kurzer Fahrzeit erreiche ich Düsseldorf Kaiserswerth. Ich werfe einen Blick auf die Rheinpfalz, habe aber keine Lust mein Rad hier anzuschließen. So geht es kurz danach ein paar Meter weiter, bis zu einer Bank und Blick direkt auf den Rhein. Schräg gegenüber fährt normalerweise die Rheinfähre zwischen Langst-Kierst und Kaiserswerth.



Nachdem der Betrieb der Fähre Ende 2025 wegen Nachwuchsmangel an Kapitänen eingestellt wurde, gab der Betreiber jetzt bekannt, daß der Fährbetrieb möglicherweise ab dem 15.April 2026 wieder aufgenommen wird. Ich werde das für die nächste Tour im Auge behalten.







Von Kaiserswerth geht es weiter über die gut ausgebaute Strecke Richtung Duisburg Mündelheim. Ich quere die Mündung des Schwarzbachs und werde erst an der Baustelle zur (ewig dauernden) Deichsanierung kurz ausgebremst. Das heißt eine kurze Pause lege ich zwischendurch doch nochmal ein und zwar an einem Aussichtspunkt oberhalb eines kleinen Abzweigs. Hier ist das berühmte „Aschlöksken“ (genau lesen). Der Name des Biergartens am Rhein entstammt den Wörtern Asche und Loch, weil hier bis ins 19. Jahrhundert eine historische Grube zur Lagerung von Kohle und Asche lag.




Unmittelbar vor mir ein großes Rapsfeld und in der Ferne bereits die Uerdinger Rheinbrücke (ich zeigte euch diese schöne Aussicht bereits im letzten Blogbeitrag). Über die Rheinbrücke geht es zurück nach Krefeld. Reine Fahrzeit war knapp 2,5 Stunden, mit Fotohalts (insbesondere am Alexanderplatz) war ich gut die doppelte Zeit unterwegs. Die Bilder dieses Beitrags findet ihr im Rhein&Ruhr Album von Flickr und Google Photos und (Bilder vom Alexanderplatz) im Krefeld Album von Flickr und Google Photos.
