Köln und der WDR

Der Himmel an diesem Samstag war nach einer regnerischen Nacht wieder einmal bedeckt und ohne festen Termin wäre ich vielleicht gar nicht losgefahren. Aber nachdem dieses Jahr mal nicht Hamburg und Berlin im Fokus stehen, war ich nach langer Zeit mal wieder in Köln. Der feste Termin war eine Führung durch das Funkhaus des WDR. In den Düsseldorfer Studios war ich ja schon 3-4 mal, aber in Köln kannte ich nur den Wallrafplatz (das Funkhaus Wallrafplatz ist die Bezeichnung für das älteste Gebäude des Westdeutschen Rundfunks ) und den Appellhofplatz (offizielle Adresse des WDR, Appellhofplatz 1).

Auf Grund der Pandemie lange Zeit ausgesetzt, sind Führungen jetzt wieder möglich. Auch ihr könnt euch ganz einfach hier anmelden. Wir begeben uns als erstes in das Studio, daß ihr aus den Nachrichtensendungen des WDR (Aktuelle Stunde, WDR aktuell) kennt. Früher in Düsseldorf, jetzt zentral hier in Köln. Daran anschließend geht es unter die Erde. Weil der Dom gleich um die Ecke steht, hat der WDR sein Gebäude nicht nur 5 Etagen nach oben sondern auch 5 Etagen nach unten gebaut und dort befinden sich die Studios des Morgenmagazins (auch genutzt für Hier und Heute, Servicezeit, Presseclub u.a.), der Sportschau oder Maischberger bzw. Hart aber Fair. Schon erstaunlich, was man hier auf z.T. kleinem Raum untergebracht hat.

Natürlich sind die Studios nicht rund um die Uhr in Betrieb, sondern die Kulissenschieber und -bauer holen aus den Kulissen hervor, was für die nächste Sendung gebraucht wird. Wußtet ihr, daß zw. dem Ende von Hier und Heute (18.00 Uhr) und der Servicezeit (18.15 Uhr) genau 10 Min. Zeit für den Umbau sind? Dann geht es in besagtes „altes“ Funkhaus (eingeweiht 1952) und dort in die Hörspielstudios. Wann habt ihr das letzte Mal ein Hörspiel (nicht Hörbuch) gehört? Besonders komisch war das Gefühl im schallgedämmten Raum.

Das Gehirn sagt einem, kahle Wände, der Schall müßte reflektiert werden, aber stark gedämmte Wände sorgen dafür, daß Geräusche und Schall nicht zurückkommen. Ein Druck auf den Ohren, fast wie im Flugzeug ist die Folge. Last but not least durften wir noch einen Blick in den Sendesaal werfen, der mit einer großen Konzertorgel ausgestattet ist und auf den letzten Paternoster. Benutzung für Betriebsfremde allerdings verboten. Übrigens, in knapp 14 Tagen ist NRW Tag in Köln.

Nach Mittag hatten sich ein paar blaue Lücken im Himmel aufgetan, also noch etwas Zeit, sich zwischen Dom und Hohenzollernbrücke umzusehen. Das große gläserne Gebäude (LVR Turm) auf der Deutzer Seite, genannt Triangle, bietet in der 29. Etage eine wunderbare Aussichtsplattform in 103 m Höhe. Keine Angst, die Plattform ist rundum verglast, nur nach oben ist sie offen. Mit 5,- € Eintritt seid ihr dabei und während es beim letzten Mal eine Warteschlage gab, war jetzt kaum was los.

Leider war es immer noch etwas diesig, so daß der Blick nach Bonn, wo ich ja letztens im Regierungsviertel war, genauso nur zu erahnen war wie der Blick nach Düsseldorf. Aber dafür sind Dom, Hauptbahnhof, Hohenzollernbrücke und Rhein ja gleich vor der Nase. Ich sollte mal wieder häufiger nach Köln fahren, aber dafür muß ich mir ein paar neue Highlights ausgucken. Was meint ihr, was sollte man unbedingt sehen, was hier noch nicht dabei ist? Weitere Bilder bei Flickr und Google Photos.

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