Das zerbrechliche Paradies

Es ist ein bisschen wie wieder nach Hause kommen, denn eindreiviertel Jahr wurde der Gasometer in Oberhausen renoviert, alte Farbe runter, neue Farbe rauf und seit wenigen Tagen läuft wieder eine neue Ausstellung im alten Gasspeicher am Rhein-Herne-Kanal. Und was soll ich sagen, das Thema paßt so genau in diese Zeit, wie kein anderes Thema . Es geht um unsere Erde „Das zerbrechliche Paradies“.

Hatten wir das Thema nicht schon einmal? Ja, wie in „Wunder der Natur“ gibt es auch dieses Mal wieder vortreffliche Naturaufnahmen von Naturgewalten und dem Beginn des Lebens, von Tieren zu Lande, zu Wasser und in der Luft, aber es gibt eben auch die kritischen Blicke auf die Natur und was wir, also der Mensch, daraus gemacht haben. Wenn ich daran denke, daß ich manchmal 10 Min. für ein Foto brauche, bis es mir auch gefällt, dann solltet ihr auf einige Tierfotos dieser Ausstellung achten. Hier haben die Fotografen bis zu 7 Std. ausgehart, um dieses eine Foto zu schießen.

Sie haben Kameras in hohen Bäumen und mit Selbstauslöser aufgehängt oder Ameisenbisse akzeptiert, nichts war ihnen zu schwer. Fotografiert ihr auch so gerne Magnolien? Wußtet ihr, daß Magnolien bereits seit 100 Millionen Jahren existieren? Da war ich doch überrascht. Rund 2 Stunden habe ich mir für die vielen z.T. preisgekrönten Bilder in der unteren Etage gegönnt, dann bin ich in die erste Etage gewechselt. Dort zeigen die Bilder eine andere Welt. Folgen von Industrialisierung und Bevölkerungsentwicklung, von Klimaveränderung auf unserer Erde, Extremwetterereignissen und Umweltverschmutzung. Das eine oder andere Bild läßt einen dabei sehr nachdenklich zurück.

Wer jetzt denkt, es geht nur um den Bauboom in Asien oder zubetonierte Straßenwege in den USA, der wird auch mit bekannten Bildern aus dem Braunkohletagebau oder der Emscher und deren Renaturierung überrascht. Und es werden Lösungswege in Form von Stadtbegrünung oder z.B. Stromgewinnung durch Erdwärme gezeigt. Last but not least gibt es in der 2. Etage wieder die Skulptur der Erdkugel mit Sonnenauf- und untergang, mit Eisbewegungen an den Polen, mit Flug-, Schiffs- und Windbewegungen. Vielleicht gibt’s eine kleine Warteschlange am Eingang zum Gasometer, aber es lohnt sich. Die Ausstellung läuft bis Ende 2022.

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