Kempen – Altstadtrundgang und Burg

Es muß Jahre her sein, daß ich, vor diesem Besuch, das letzte Mal im Kempen war und das obwohl die Stadt zwischen Krefeld und Grefrath keine 15 km entfernt liegt. Dabei gilt die Altstadt mit ihren Fachwerkbauten als eine der schönsten am gesamten Niederrhein. Ob das stimmt, müßt ihr bitte selbst beurteilen. Früher waren wir öfter hier, weil wir den Weg über den Ring, der die Stadt umschließt, genutzt haben, um mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen. Heute gehe ich natürlich mit dem Auge des Fotografen an den Resten der ehemaligen Stadtmauer entlang.

Mein Besuch Ende Februar ist recht spontan entstanden, weil ich das Kuhtor kannte und natürlich schon mal von der Burg gelesen hatte. Der Himmel zeigte sich von seiner besten Seite, also schnell mal rüber. Daß es einen Altstadtrundgang gibt, habe ich dabei nur zufällig entdeckt. Infotafeln informieren den Besucher an den historischen Gebäuden und zeigen gleichzeitig, wo das nächste interessante Ziel ist. Kaum wieder dahein, lese ich von der Restaurierung der Turmmühle und der Rückkehr der Windmühlenflügel (immerhin schon 2018). Turmmühle? Wie konnte ich die verpassen? Also auf zum zweiten Anlauf.

Am Ortseingang und an verschiedenen anderen Stellen gibt es eine Übersichtstafel, die ich beim ersten Besuch leider übersehen habe. Sie weißt einem den Weg durch die Altstadt und verweist mittel QRCode auch gleich auf die passende Internetseite. Hier gibt’s den Onlineplan und wissenswertes zu jedem Haus des Altstadtrundgangs. Sehenswert ist z.B. das bereits werähnte Kuhtor als nörlicher Zugang der Innenstadt, die Turmmühle mit einem Teil der alten Stadtmauer, der Peterturm oder Et Kemp’sche Huus, das früher nicht an seinem heutigen Ort stand.

Nun habe ich vielleicht nicht jedes einzelne Haus betrachtet, aber der Rundgang um und in der Altstadt macht bei schönstem Sonnenwetter schon Spaß und wenn dann irgendwann die Cafes und Eisgeschäfte wieder öffnen, ist sicher auch der Buttermarkt wieder bevölkert. Mitten in Kempen befindet sich schließlich noch die Burg Kempen. Sie ist eine ehemalige Landesburg der Kölner Erzbischöfe, war von 1863-1925 Sitz des Gymnasiums Thomaeum, dann diente sie der Kreisverwaltung und ist jetzt noch Kreis- und Stadtarchiv. Sie soll, nach vorheriger Absprache, auch von innen zu besichtigen sein.

Und wo ich gerade auf dem Weg war, habe ich noch einen Abstecher zur Bockwindmühle in Tönisberg gemacht. Ein schönes Fotomotiv gleich an der Straße und unweit der ehemaligen Zeche Tönisberg. Die Adresse Windmühlenweg spricht wohl für sich. Die Mühle ist seit 1913 nicht mehr in Betrieb und wurde 1925 unter Denkmalschutz gestellt. Alles über ihr Leben danach, Kriegsschäden, Holzklau, Reperatur und mehr findet ihr hier. Und weitere Bilder gibt es auch wieder, bei Flickr oder Google Photos.

3 Kommentare

  1. In Kempen ist es auch wunderbar, in der Altstadt die vilen kleinen Läden mit BUmmeln und Eunkaufen zu beglücken. Schöner Bericht wieder!

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  2. Lieber Micha,

    ach, da werden Erinnerungen wach. Ich habe meine (Berufs-)Schulzeit dort verbracht und danach 15 Jahre in einer großen Kempener Firma gearbeitet. Ich lieeeebe Kempen, es hat so eine gut funktioinierende und lebendige Innenstadt. Und ich mag es sehr, dass die Kempener Ihr Städtchen immer so schön halten, alle Häuser und Gärtchen mit viel Liebe gestaltet. Meine Eltern sind diesen Monat nach Kempen gezogen und fühlen sich ebenfalls pudelwohl. Es war schön, mal wieder Bilder zu sehen!

    Herzliche Grüße an Dich,
    Lony

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