Kanalabschaltung

Motor Vor 14 Tagen schrieb ich „Wißt ihr, was eine Kanalabschaltung ist“. Zugegeben, das war mehr eine hypothetische Frage, aber heute frage ich „Wer von euch fährt einen Opel, genauer einen Opel Astra 1,6 ltr., Baujahr 2004 (noch das alte Modell)“? Wie im Blogbeitrag vom 08.09.2009 erwähnt, blinkt seit kurzem die Reparaturanzeige (Schraubenschlüssel mit Auto). Ergebnis der Untersuchung, Fehler bei der Kanalabschaltung.

Es soll jetzt allen Ernstes ein Saugrohr, welches den Sensor für die Kanalabschaltung enthält, getauscht werden. Preis des Ersatzteiles, knapp 600,- Euro. Dazu noch die Arbeitsleistung der Werkstatt, macht vermutlich rd. 750,- Euro. Das alles, weil der Twinportmotor spritsparender fahren soll, wenn diese Kanalabschaltung aktiv ist.

Liebe Opelaner ich weiß ja, daß es euch momentan nicht gut geht, aber ich bin jetzt im 20. Jahr Opelkunde und wenn ihr eure Motoren so baut, daß der Kunde nach 5 Jahren 750,- Euro in sein Auto stecken muß, kann ich gut verstehen, warum euch nach und nach die Kunden weglaufen.

Vielleicht sind die Japaner und Koreaner nicht besser, aber die Autos sind billiger. Ich muß mir ernsthaft überlegen, ob mein nächstes Auto wieder ein Opel sein soll. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwähren, daß die Probleme die auch im OpelForum geschildert werden nicht nur einmalig und zufällig aufgetreten sind, sondern Ergebnis eines falschen, zu billigen oder nicht ausreichend getesteten Bauteils sind, für das der Kunde nun gerade stehen muß.

Bei 15.000 km Fahrleistung / Jahr dürfte das m.E. nicht vorkommen. Die Werkstatt wartet jetzt auf mein o.k. und Opel selbst hält es bisher nicht für nötig auf meine e-mail zu zu antworten. Eines ist sicher, ich werde den Fall öffentlich machen, Autozeitschriften, ADAC etc. Nichts für ungut liebe Opelander, aber wenn euch die Kunden nichts mehr wert sind, dann gute Nacht.

P.S.: Ich habe heute noch die Opel Hotline bemüht (leider wieder so eine verhaßte 0180 5’er Nummer, zum Glück gibt’s ja Teltarif), aber dort war man in keinster Weise bereit mir entgegenzukommen.

4 Kommentare

  1. Das kann aber auch _z. B._ bei Ford passieren (liebe Klage-Geilen: ich sage bewusst „z. B.“, da dies meine persönliche Erfahrung ist, ob andere Autohersteller besser oder schlechter sind, weiß ich nicht). Ich hatte einen noch recht jungen Escort als Gebrauchten direkt bei einem großen Autohaus besagter Marke gekauft – mit umfassender Garantie und Gewährleistung. Nach nur 1.000 km war der Kat hinüber. Musste ich selbst tragen (irgendwas bei 800 EUR) mit der Begründung „Verbrauchsteil, der Kat kann schon nach 10, aber auch erst nach 200.000 km defekt werden“, und dazu mein Lieblingssatz:“Da steckt man nicht drin.“

    Manchmal ist man als ALG-II-Bezieher froh, sich kein Auto leisten zu können – für den Preis eines solchen Ersatzteils (für mich zwei Monats-„Einkommen“!) könnt man schon wieder monatelang Taxi fahren!

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  2. Wenn ich Autofahren nicht so bequem fände. 26 km Arbeitsweg in rd. 30 Minuten (Auto) oder rd. 1 Stunde (ÖPNV, wenn die Verbindungen gut sind) und das 2 x am Tag. Außerdem dies und das transportieren … usw. Ich find’s trotzdem ärgerlich, ein bischen Entgegenkommen könnte man ja doch zeigen.

    Antwort

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