
Zu Hause is am schönsten – aber was ist das eigentlich “zu Hause”? So lautet es am Eingang der kleinen Ausstellung mit dem Namen „Te Huus“, die seit dem 1. Mai im Krefelder Stadtbad oder besser in einem angrenzenden Gebäude des ehemaligen Freibades stattfindet. Die Ausstellung beschäftigt sich künstlerisch mit dem Thema „Zuhause“ und zeigt u.a. Zeichnungen, Gemälde und Fotografien von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen aus Krefeld, die das Gefühl von Heimat widerspiegeln sollen.


Ich bin durch einen Post bei Instagram aufmerksam geworden, weil mir unsere Krefelder Ampelmännchen von Chris Hillus ins Auge sprangen. Sie stellen bekanntlich Meister Ponzelar dar, einen Seidenweber mit Tuchrolle (Kettbaum) auf der Schulter und Garnrollensack in der Hand. Ich nehme ein alkoholfreies Getränk aus dem Kühlschrank der Freischwimmer e.V. in Empfang und schaue mich um. Gegenüber der Ampelmännchen finden sich Skizzen eben dieses Freibadgeländes und nebenan Bilder von Ilayda Yikar, die typische Krefelder Motive zeigen. Der Pavillon im Kaiser-Wilhelm-Park oder die Uhr auf dem Ostwall, bekannt als UdU, sind Motive, die in der Urban Sketching Technik erstellt wurden.


Ramona Bietenbeck zeigt Düsseldorfer Motive, weil sie zwar in Krefeld arbeitet, aber in Düsseldorf zu Hause ist. Manchmal entwickelt sich auch aus einem Missgeschick, hier der Abdruck einer Kaffeetasse auf Papier, ein Kunstwerk. Ganz anders bei Nada Vitz. Sie erstellt kleine Kunstwerke aus alten Fischdosen. Die Reihe „Fishing a box“ zeigt (Achtung Wortspiel) Kunst in kleinen Dosen. Dann gibt’s noch eine Fotografie aus dem Krefelder Hafen zu sehen (Simon Erath ) und Bilder aus einem Fotoworkshop im Krefelder Stadtbad (Thomas Schoger und Sandrine Jalquin).
Die Ausstellung kann bis Ende des Monats immer Freitagnachmittag 17:00 Uhr – 21:00 Uhr oder Samstagvormittag 10:00 Uhr – 13:00 Uhr besucht werden (Zugang Gerberstraße 55). Sie wurde organisiert von freischwimmer e.V. und gefördert durch die Nachbarschaftsstifung Samtweberei.
