Rheinelbe und Rhein-Herne(-Kanal)

Der vorerst heißeste Tag in diesem Sommer und ich habe mich mal wieder auf Haldentour gemacht. Verrückt? Nein, ich war schließlich schon um 8.00 Uhr unterwegs. Dieses Mal sollte es zur Halde Rheinelbe gehen, denn da war ich noch nicht.

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Aber die Halde ist gut versteckt, zumindest für den, der noch nicht dort war. Ich bin zunächst 2 x daran vorbeigefahren, bevor ich den kleinen Fuß-/Radweg entdeckt habe. Die Sonne stand bereits gegen 9.00 Uhr hoch am Himmel, aber in gut 10 Minuten war die Spitze der Halde erreicht. Ob steht die weithin sichtbare Himmelstreppe, ein 10 Meter hoher Aufbau aus schweren Betonblöcken. Mitlerweile fällt auch die Orientierung leichter, wenn man bekannte (Hoch-)Punkte immer wiedererkennt.

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Danach ging es einmal quer durch Gelsenkirchen bis nach Essen zum bereits bekannten Aufgang der Schurenbachhalde. Von hier aus wollte ich einen Kurzbesuch am Rhein-Herne-Kanal absolvieren und prüfen, wie weit von hieraus die Objekte der „Emscherkunst“ fußläufig zu erreichen sind. Unmittelbar am Übergang zur Emscherinsel befindet sich das Kunstwerk „Schlafende Brücke – Warten auf den Fluß“ (mit Übernachtungsmöglichkeit). Die Brücke wartet auf die Renaturierung der Emscher an dieser Stelle.

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Da sich die Emscherkunst entlang der Emscherinsel (zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher) erstreckt, ist man gut beraten ein Fahrrad mitzunehmen. Ich habe mich dennoch zu Fuß in westliche Richtung aufgemacht und in ca. 10-15 Minuten Entfernung noch den Obelisken ausfindig gemacht. „Between the waters“ wäre noch einmal 10-15 Minuten weiter entfernt gewesen, für einen heißen Tag in praller Sonne eindeutig zuweit.

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Nebenbei, machmal ist es schwierig Kunst auch als Kunst zu erkennen. An einer Ecke habe ich ein paar Bänke mit eingelassenen Betonplatten gefunden und einen mit Stroh bedeckten (und abgesperrten) Uferstreifen zum Rhein-Herne-Kanal. Keine Ahnung, ob das auch Kunst sein sollte 😀 . Zum Tagesabschluß habe ich noch einen kurzen Abstecher auf die Schurenbachhalde gemacht, wenn man schon unmittelbar davor parkt. Da es aber mittlerweile auf die 12.00 Uhr zuging wurde es auch unerträglich heiß und ich habe mich auf den Rückweg gemacht.

Mehr Bildmaterial im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Nordsternpark

Am Tag nach Fronleichnam (für viele Brückentag in NRW) bin ich der Route der Industriekultur gefolgt und war nach vielen Jahren mal wieder im Nordsternpark in Gelsenkirchen.

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Es ist sage und schreibe schon 13 Jahre her, daß ich das erste Mal dort war. Es war das Jahr 1997 und der Nordsternpark war Teil der Bundesgartenschau. Heute 13 Jahre später sind die bunten Blumen verschwunden, aber der Wasserspielplatz und die Rest der einstigen Zeche, auf dessen Grund sich der Nordsternpark befindet, stehen noch immer. Mitten durch den Park ziehen sich der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher und weil man diese Flüsse häufiger überqueren möchte gibt es gleich mehrere Brücken.

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Die bekannteste davon vermutlich die 36 Meter hohe, stählerne Doppelbogenbrücke. Mit einer Spannweite von 80 Metern und zwei unsymmetrischen, aber parallelen Bögen liegt sie schräg über dem Rhein-Herne-Kanal. Wer auf dem kostenlosen Parkplatz am Amphitheater parkt hat es nicht weit zum Kinderland, läuft aber auch Gefahr, den Rest des Parks nicht mehr zu sehen, weil die Kinder besonders an warmen Tagen vom Wasserspielplatz nicht mehr weg zu bekommen sind 🙂 .

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So bunt wie zur Bundesgartenschau geht es nicht mehr zu auf dem Gelände, aber zum Fahrradfahren oder Spazierengehen sind die Wege wie gemacht. Im Kulturhauptstadtsommer ist der Nordsternpark außerdem zentrale Anlaufstation für die Aktion „Emscherkunst„. Der Fahrradverleih unweit des Besucherzentrums am „blauen“ Pumpwerk ist ein möglicher Ausgangspunkt die Emscherinsel zu erkunden.

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Ein Kunstwerk der Emscherkunst findet sich direkt vor Ort, „Das laufende Haus“ (Walking House) der dänischen Künstlergruppe N 55. Eine Art 6-eckiger Zylinder mit sechs Beinen, die das ganze Haus vorwärts bewegen. Momentan wird das Haus nur zeitweise bewegt, wie man mir aber sagte, soll es aber ab ca. Mitte Juni regelmäßige Vorführungen geben. Die Emscherinsel und die Emscherkunst werde ich mir noch einmal gesondert ansehen, dann vermutlich via Fahrrad.

Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.