
Eigentlich sollte es Ende April zu einem Oldtimertreffen an die Zeche Ewald gehen. Im letzten Jahr war ich nicht dort, so daß meine letzten Besuche bereits von 2022 und 2023 sind. Nach dem Aufstehen habe ich nochmal die Termine gecheckt und als hätte ich es geahnt, das Treffen wurde 2 Tage vorher abgesagt. Seit die Motorworld die Organisation übernommen hat, ist es mit den Oldtimertreffen an der Zeche leider nicht mehr so wie früher. Nun hatte ich mich aber darauf eingestellt, neben der Zeche Ewald auch mal wieder auf die Halde Hoheward zu klettern.




Also habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und bin gleich mal wieder auf die andere Seite zur ehemaligen Zeche Recklinghausen II in Hochlarmark gefahren. Unterhalb des Fördergerüstes von Schacht IV kann man sehr gut parken und dann geht’s über die nahe Drachenbrücke auf die eingangs erwähnte Halde. Serpentinen führen einen hier in ca. 15 – 20 Min. bis an die Haldenspitze. Die Drachenbrücke über die Cranger Straße ist dabei ein Hotspot. Oben landet man schließlich am Obelisken, der hier eine Sonnenuhr ist. Immer wieder spannend zu sehen, wie Menschen etwas ratlos vor der Uhr stehen und versuchen Uhr- und Jahreszeit abzulesen (1 Std. Sommerzeit abziehen nicht vergessen).




Gegenüber das hinlänglich bekannte Horizontobservatorium. Mal sehen, ob sich jetzt endlich etwas tut, so daß das Observatorium in zwei Jahren zur IGA 2027 wieder benutzt werden kann. Die Absperrungen stehen schließlich schon geschlagene 15 Jahre dort. Ich genieße die Ausblicke auf die Zeche Ewald, auch wenn es jetzt eben kein Oldtimertreffen gegeben hat. Wenn ihr etwas zum Fortschritt der Motorworld selbst sagen könnt, also ob die Räumlichkeiten dort schon ausgebaut sind, vielleicht Autos in den Hallen stehen, sagt mir gerne mal Bescheid (ich hörte eher nein).




Auf dem Rückweg zur Drachenbrücke bin ich dann nochmal kurz abgebogen zu den ehemaligen Bahnanlagen der Zeche Ewald. Die Brachflächen wurden renaturiert und 2022 zum AktivLinearPark umgebaut. Der verläuft auf 1,5 Kilometern zwischen der Hohewardstraße in Herten und der Wanner Straße in Recklinghausen und ist so eine Art Outdoorfitnessstudio mit Radweg und Kinderspielplatz. Die Farbe orange dient hier als Gestaltungsmerkmal z.B. für die alten Masten der Eisenbahn oder die Klettergrüste. Einige Tafeln erläutern zusätzlich die Elemente entlang des Weges.




Wenn ihr mehr wissen wollt, empfehle ich die Seite Ruhrgebiet-Industriekultur. Unter der Brücke der Cranger Straße gab es noch ein schönes Graffiti von Miraculix. Das Wetter war so super, daß sich das durch leichte Rötung am meinem Nacken bemerkbar gemacht hat. Zeit also wieder aufzubrechen. Zurück über die nahe Drachenbrücke zum Parkplatz am Förderturm. Ein paar weitere Bilder findet ihr wieder bei Flickr oder Google Photos.
