Römerfest in Xanten

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Nein sie spinnen nicht die Römer, sie sind wieder quicklebendig und präsentierten an diesem Wochenende „Schwerter, Brot und Spiele“ im Archäologischen Park Xanten. Europas wohl größtes Römerfest wie man lesen konnte. Mit mehr Teilnehmern und Aktionen als je zuvor, Festzug und Exerzierübungen, Geschützvorführungen mit großen Katapulten und das friedliche Lagerleben sollten gezeigt werden. Warum habe ich diesem Fest, so dachte ich, bisher nie Beachtung geschenkt. Die Lösung liegt nahe. Erstens war das letzte Fest nicht vor zwei Jahren, wie mal geplant, sondern bereits vor drei Jahren und zweitens wurde mir schlagartig klar, wo ich schon mal davon gehört hatte.

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Das Römerfest war vor drei Jahren ohne eigenes Verschulden in die Schlagzeilen geraten. Ein Wetter zog damals auf und nach einem Blitz(ein)schlag wurde es am Samstag vor drei Jahren abrupt beendet. An diesem Samstag war das Wetter gottlob optimal, nicht zu heiß, aber trocken. Also startete das Programm um 11.00 Uhr mit einer aufwendigen Legionsvorführung, gefolgt um 12.00 Uhr von den Gladiatorenkämpfen im historischen Amphitheater. Und auch danach ging es weiter Schlag auf Schlag. Die Kavallerie wurde präsentiert, ein großer Festumzug aller Soldaten und des einfachen Volkes (im römischer Kleidung) quer durch den Park erfolgte und wem das nicht reichte ab 14.30 Uhr startete das ganze Programm nochmal von vorne.

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Dazu 450 Händler und Handwerker, die Rede und Antwort standen bei Fragen der Besucher. Man konnte miterleben wie das römische Leben ablief und Kinder waren eingeladen sich am Spiel- und Mitmachangeboten zu beteiligen. Dazu Sicherheitspersonal, das peinlichst genau darauf achtete, daß alles in geordneten Bahnen verlief und z.B. bei den Vorführungen keiner der Zuschauer zu Schaden kam. Ausreichend Parkplätze (auf abgemähten Wiesen) sorgten zudem für eine weitestgehend streßfreie Anreise. Leider ist so ein Fest trotz 12,- Euro Eintrittspreis für Erwachsene (Kinder haben freien Eintritt) nicht billig und so steht noch in den römischen Sternen, ob es eine weitere Ausgabe im nächsten oder übernächsten Jahr geben wird. Die Rheinische Post schreibt „Bereits im Dezember des vergangenen Jahres legte der Landschaftsverband fest, dass Schwerter, Brot und Spiele 2012 letztmalig gefördert wird“. Warten wir es also ab.

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Wie ihr es gewohnt seid, Bilder bei Flickr, Sevenload, Google+ (Picasaweb). Und noch etwas, am 7. Juli 2012 übernehmen Legionäre, Gladiatoren und Senatoren live den Samstagabend im Ersten. „BROT UND SPIELE“ – Das große Geschichts-Spektakel mit Matthias Opdenhövel um 20.15 Uhr in der ARD.

Ein Kommentar

  1. Ich hatte voriges Jahr das Vergnügen, so ein Fest in Carnuntum, in der Nähe von Wien, zu erleben. Da bekommt man wirklich ein wenig ne Vorstellung davon, wie es in der Römerzeit gewesen sein muss 🙂 …

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