
Wäre der Blog ein Film, wäre jetzt der Moment, an dem ich die Outtakes zeigen könnte. Hier muß ich aber leider passen. Stattdessen laufe ich mit euch gedanklich nochmal durch mein Blogjahr. Nochmal durch die letzten 12 Monate, den einen oder anderen Ausflug neu erleben, nochmal an Dinge erinnern, die ich fast schon wieder vergessen hatte. 52 Blogbeiträge, davon 2 als Nachtrag aus 2024, sind seit dem letzten Jahresrückblick zusammengekommen. Zum Ausklang aus 2024 gehörte das Global Gate, ein aus mehreren Schiffcontainern gebautes Tor, an der Zeche Zollverein und mein BestOfNine, die meistgeklickten Instagrambilder.


Und dann waren da noch die unveröffentlichten Bilder aus 2025 auf meiner Festplatte. Ich hab sie gemacht, aber keiner hat sie gesehen, ein bisschen rot und grün gab’s da zu sehn. Ich war im Mai in Düsseldorf rund um die Königsallee, im September zum letzten Oldtimertreffen (für dieses Jahr) im Krefelder Stadtwald und Anfang Oktober nochmal am OpenAir Kunstobjekt „Windzeichnung“ von Danuta Karsten auf der Halde Norddeutschland.

Dezember 2024
Global Gate (Zeche Zollverein)
Und dann ging’s ins neue Jahr, ein buntes Jahr wie mir scheint. Ich habe vorausgeblickt und euch dabei Bilder der Lichtinstallation im Landschaftspark Duisburg Nord gezeigt, die ich Ende Dezember dort noch gemacht hatte. Dann gab es, mehr als Überbrückung, einen Blick auf die aktuelle Radiolandschaft und zum Ende des Monats ging es in den Grugapark zum alljährlichen Parkleuchten.

Januar 2025
Frohes neues Jahr – Ausblick auf 2025
Wie war eigentlich das Wetter im Februar? Aus irgendeinem Grund habe ich es nur zu genau einem Blogbeitrag vom Alsumer Berg geschafft. Von oben gab es wieder einen guten Blick auf die Industrieanlagen, weil das Gebüsch freigeschnitten war. Der Himmel war an diesem Tag blau, aber vermutlich waren die Wochenenden im Rest des Monats durchwachsen. Also habe ich es mir drinnen gemütlich gemacht. Was macht Jacques Tilly eigentlich so, wenn er keine Karnevalswagen baut? Hierzu habe ich eine Ausstellung im Düsseldorfer Stadtmuseum besucht. Den Blogbeitrag gab es aber erst am 1. März.

Februar
Wenn ich meine Bilder betrachte, war das Wetter im März anscheinend besser als im Februar, Zeit den Frühling auszurufen und mit diversen Ausflügen durchzustarten. Nach dem Museumsbesuch habe ich das blaue Band der Krokusse in Düsseldorf aufgesucht (für 2026 sind übrigens viele neue Krokusse gepflanzt worden), ich bin entlang der Höhen des Baldeneysees in Essen gewandert und ich habe mir die neue Brücke „Sprung über die Emscher“ in Castrop-Rauxel, nahe der Stadtgrenze zu Recklinghausen angesehen.


März
An meinen Besuch in Orsoy erinnere ich mich komischerweise noch ganz gut, es war zwar sonnig, aber der Wind pfiff und am Rhein war es an dem Tag auch nur so semispannend. Im Landschaftspark Duisburg und auf einer Radtour rund um Krefeld habe ich versucht weitere Frühlingsboten zu entdecken. Für viele von euch sind 20 km eine kleine Radrunde, aber ich erinnere mich, es war ein Freitagnachmittag, weil das der sonnigste Tag der Woche war. Es ging entlang des Botanischen Gartens, über den Radschnellweg nach Linn, weiter nach Uerdingen und auf dem Rückweg vorbei am Moltkegymnasium. Narzissen und Magnolien verkündeten das Ende des Winters.


Frühling im Landschaftspark Duisburg
Frühlingsradtour durch Krefeld
Im April blühen bekanntlich die erste Tulpen, vorausgesetzt das Wetter paßt. Aber es paßte noch nicht, die Felder an denen ich vorbei fuhr waren noch nicht so weit. Einmal am Niederrhein unterwegs, habe ich stattdessen einen Abstecher zum Schloß Dyk gemacht. Zwar kostet der Eintritt mittlerweile 10,- €, aber die lohnen sich durchaus. Eine Woche später war in Essen Saisoneröffnung auf Zollverein. Man durfte kostenlos in die eine oder andere Ausstellung. „Faszination Zollverein“ hatte es mir angetan, übergroße Bilder der Zeche und der Kokerei standesgemäß ausgestellt in der Mischanlage der Kokerei.

April
Saisoneröffnung Zeche Zollverein
So langsam aber sicher wurde es bunt draußen. Ich bin zu Fuß quer durch die Stadt Krefeld und habe mich inspirieren lassen. Endlich habe ich mal Meister Ponzelar, die Figur eines Seidenwebers mit geschulterter Tuchrolle und Garnrollensack in der linken Hand, abgelichtet und war kurz vor dem Kirschblütenfest am Krefelder Alexanderplatz. Dann gab es einen zweiten Anlauf auf der Suche nach ein paar schönen Tulpenbildern. Entlang der Felder des Niederrheins wurde ich genauso fündig wie im Düsseldorfer Nordpark und im Essener Grugapark. Noch mehr Tulpen gab’s im Botanischen Garten Krefeld und dann war ich wieder mit dem Rad quer durch (fast) alle Rapsfelder rund um Krefeld und auf der Duisburger Rheinseite unterwegs.

Kirschblüte Alexanderplatz und Meister Ponzelar
Mehr zufällig entdeckte ich einen Artikel in der Zeitung zur Ter-Meer-Siedlung in Krefeld Uerdingen. Von der hatte ich noch nie gehört, Zeit das nachzuholen. Mit dem Rad war ich dann auch recht spontan in Hohenbudberg, was im Prinzip noch zu Krefeld gehört. Während des Frühstücks scrolle ich durch Facebook und sehe das Bild einer Schafsherde vor dem Hohenbudberger Wasserturm. Keine Frage, da mußte ich hin. Ebenso recht spontan habe ich versucht einen Sonnenuntergang an der Krefelder Stadtgrenze auf den Chip zu bekommen. Schließlich habe ich endlich mal wieder einen Spaziergang auf die Halde Hoheward in Angriff genommen, dieses Mal wieder über die Drachenbrücke.


Mai
Ter-Meer-Siedlung Krefeld Uerdingen
Drachenbrücke – Halde Hoheward
Ende April und Anfang Mai hatte ich Urlaub, wie man anhand der Anzahl der Blogbeiträge sehen kann. Trotz des verregneten 1. Mai sind es neun Beiträge alleine in diesem Monat geworden. An einem Freitag mit freiem Eintritt (Tag des offenen Hügels genannt) ging es in die Villa Hügel. Die Ausstellung 21×21 (mit Eintritt) mit Ausstellungsstücken aus 21 Museen aus’em Pott wollte besucht werden. Dann habe ich einen Abstecher zu Hugo, dem Luftschiff auf dem Flughafen Essen/Mülheim, gemacht. Da ich mein Trittleiterchen dabei hatte, habe ich neidische Blicke geerntet.

In Krefeld wurde nicht geflogen sondern gefahren und zwar bei der Wiederholung des Ballonfestivals. Ballonglühen am Abend und wetterbedingt ein Start am frühen Morgen (mein Wecker klingelte um 4:30 Uhr). Ganz spontan ging es dann nochmal zu einem Abendstart in den Zechenpark Friedrich Heinrich nach Kamp-Lintfort. Halde oder Kanal hieß es ein paar Tage später an der Schurenbachhalde in Essen und im Nordsternpark Gelsenkirchen. Last but not least war ich noch zu einer neuerlichen Fototour im alten Stadtbad Krefeld, mit Helm und Stirnlampe, falls es mal ganz plötzlich dunkel wird. Vorschrift ist Vorschrift.

Im Juni war wieder Pfingsten und an Pfingsten war wieder Flachsmarkt. Erst wollte ich gar nicht hin, habe mich dann aber doch entschlossen, weil es eben irgendwie zu Krefeld dazugehört. In der zweiten Junihälfte gab es dann Oldtimertreffen einmal an der Zeche bzw. der Kokerei Zollverein in Essen und einmal wieder im Krefelder Stadtwald. Bilder beider Treffen habe ich euch im gemeinsamen Blogbeitrag gezeigt.

Juni
Oldtimertreffen Kokerei Zollverein und Krefeld Stadtwald
Der Duisburger Innenhafen war mehr ein Verlegenheitsbesuch, weil ich die MS Wissenschaft besucht habe, die im Innenhafen lag. Noch ungeplanter war der Besuch der Rheinorange, weil im Ruhrgebiet kein Durchkommen war. Auf der A40 war mal wieder der größte Parkplatz der Welt. Der Besuch der Halde Norddeutschland war hingegen ein geplantes Ziel, denn das Hallenhaus wurde zu einem Kunstwerk umgestaltet. Die „Windzeichnung“ von Danuta Karsten habe ich, wie am Anfang erwähnt, gleich zweimal besucht.


Juli
Halden, Häuser, Windzeichnungen und Rheinorange
Udo Lindenberg „Kometenhaft panisch“
Bereits früh habe ich eine beliebte Ausstellung mit Bildern von Udo Lindenberg in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen entdeckt. Die Ausstellung wurde gerade bis Anfang Januar verlängert. Ansonsten ging es im Juli in den Zoo Krefeld, zur Halde Rheinpreußen und zu einem weiteren Oldtimertreffen. Ende des Monats kam endlich der Sommerurlaub näher. Früher war ich in meinem Sommerurlaub fast jeden Tag unterwegs, wenn es das Wetter zuließ. In diesem Jahr habe ich mir etwas Ruhe gegönnt. Das heißt aber nicht, daß ich nicht unterwegs war.

Die ersten Tage im August war ich z.B. mal wieder in Hamburg. Leider ließ das Wetter etwas zu wünschen übrig, aber ich war auf dem Bunker am Heiligengeistfeld, im Panoptikum, im neuen Einkaufscenter der Hafencity, ich habe neue Ansichten und alte Wege abgeklappert. Auch die restlichen Ausflüge waren sehr fotoreich, so daß es hier im Blog verschiedene Fotoalben aus dem Grugapark, aus Essen Kettwig und vom zweiten Oldtimertreffen an der Kokerei Zollverein gab. Verdammt viel Oldtimer wie ich gerade feststelle.


August
Ende August war der Urlaub natürlich längst wieder vorbei, aber der Besuch des Straßenmalwettbewerbs in Geldern war ein bisschen wie Urlaub. Wenn das Wetter paßt, ist das Künstlertreffen ein schöner Grund für einen Abstecher in die Stadt am Niederrhein. Gleich um die Ecke gab es noch ein Zusammentreffen der StreetArt Künstler beim Paint on Wall.

Straßenmalwettbewerb und Paint on Wall Geldern
Im September konnte ich endlich den Tetraederbesuch nachholen, den ich schon im Juli machen wollte und am Baldeneysee habe ich den Spaziergang aus dem März mit etwas anderer Wegführung wiederholt. Dieses Mal waren die Bäume, im Vergleich zum März, natürlich sattgrün. Der Flughafen Essen/Mülheim hatte im September seinen 100. Geburtstag und hatte zum Tag der offenen Türe eingeladen.

September
100. Geburtstag Flughafen Essen Mülheim
Im September findet außerdem jedes Jahr der Tag des offenen Denkmals statt, dieses Mal habe ich mich in Krefeld und Duisburg (eigentlich Düsseldorf) mit dem Thema Wasser beschäftigt. Ganz am Ende gab es dann noch einen ganz spontanen Ballonstart auf dem (Segel-)Flugplatz Krefeld. Mir gefallen die hierbei entstanden Bilder persönlich sehr gut. Kaum hatte ich mich an den Sommer gewöhnt, ging er auch schon wieder dem Ende zu.

Wasser – Tag des offenen Denkmals
Im Oktober war es bereits leicht herbstlich und es ging nach Berlin. Wie immer in den letzten Jahren findet um diese Zeit das Festival of Lights statt. Ich habe soviel Bilder gemacht, daß ich den Blogbeitrag in zwei Teile geteilt habe. Und weil es etwas gedauert hat die 600 Bilder alle zu sortieren, habe ich euch als Übergang den Gehölzgarten am Haus Ripshorst, herbstliche Bilder aus Krefeld und noch einmal ein paar Bilder aus dem Krefelder Zoo gezeigt.

Oktober
Die Sonne habe ich in Berlin leider nicht zu Gesicht bekommen, aber die abendlichen Runden haben eh größere Pausen am Nachmittag erfordert. Falls ihr die beiden Berlin Beiträge noch nicht gesehen habt, klickt unbedingt mal rein, denn die Bildauswahl hier, läßt nur einen kleinen Eindruck zu. Zum Abschluß des Monats gab es dann noch eine kleine Auswahl von Bildern aus dem Botanischen Garten und gerade erst vor ein paar Tagen Bilder vom Herbst am Hülser Berg in Krefeld.

Herbst in Berlin und Festival of Lights (Teil 1)
Herbst in Berlin und Festival of Lights (Teil 2)
November

Das war’s, das war der Rückblick 2025, ich kann es nicht glauben, daß das Jahr so gut wie rum ist. Wäre ich ein Murmeltier, ich würde mich in den Winterschlaf verabschieden. Seid euch sicher, ich könnte ihn gebrauchen. Im Dezember gibt’s aber noch ein BestOfNine, das sind die meist geklickten Instagrambilder 2025. Bis dahin habt ich noch Zeit, hier ein paar Likes zu verteilen. Alle Collagen dieses Jahresrückblicks gibt es nachfolgend nochmal in der Galerie und im Fotoalbum bei Flickr. Wie immer ein herzliches Dankeschön fürs lesen, liken und klicken. Wenn’s euch gefallen hat, sagt’s gerne weiter, wenn nicht, dann nicht.
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