Hair! Das Haar in der Kunst

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Haare, lang oder kurz, offen oder als Zopf, gefärbt oder Natur? Alles eine Frage der Mode. Und weil Mode und Kunst nahe beieinander liegt, liegt auch nichts näher, als eine Ausstellung zu dem Thema Haare zu machen. „Hair! Das Haar in der Kunst“ lautet daher der Titel der aktuellen Ausstellung in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen. Eine Ausstellung über Haare? Was wird denn da wohl gezeigt? Zopfflechtkünste oder das schüttere Haupthaar von Telly Savalas ;-)? Na ja so ähnlich. Eine ganze Reihe von Bildern, mal fotografiert, dann wieder gemalt, mal mit Bleistift und mal im Siebdruck. Immer haben sie irgendwas mit Frisur oder Haar zu tun.

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Nun ist das mit Bildern bei mir ja so’ne Sache. Ein schöner Akt und eine tolle Landschaft können mich begeistern, aber eine künstlerische Zeichnung sieht für mich machmal so aus wie eben ’ne Zeichnung aussieht. Was will uns der Künstler damit sagen, hat es eine Bedeutung, daß da das vorne rechts …. egal wer will das schon wissen? Wenn ich mal eines der wenigen längeren Telefongespräche führe, kritzel ich auch schon mal musteriges auf’s Blatt. Ist das dann auch schon Kunst ;-)?

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Wie dem auch sei, ich laufe an einigen Zeichnungen achtlos vorbei (tut mir ja auch ehrlich leid *hüstel), während mich Installationen, Firguren, Dinge halt die ich (be-)greifen kann öhm … könnte, was im Museum natürlich strengstens untersagt ist, wesentlich mehr interessieren. So gibt es z.B. eine frei im Raum schwebende Papierkunstdarstellung eines Friseursalons aus Büttenpapier oder ein Nagelbild, welches die Schrift statt mit einem Faden mit Pferdehaar hervorzaubert.

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Dann sind da diese stark behaarten Körperteile, die es einem ermöglichen einen weiblichen Körper nur unter Zuhilfenahme der Haare zu formen, das Klo, das komplett mit Haaren bedeckt ist (ich möchte gleich das Kehrblech auspacken), der Oberkörper von einem gewissen (Han) Solo 🙂 und last but not least das Highlight die Frau ohne Gesicht. Sie sitzt in einem Sessel, hat den Arm auf’s Bein gestützt und dreht den Kopf weg vom Betrachter … immer, auch wenn man ihren Sessel umrundet. Das finde ich originell. Ich habe Hair! mit der RuhrTopCard besucht, so daß mich der Ausflug nichts weiter gekostet hat, ob die Ausstellung was für euch ist müßt ihr selber wissen. Ich war in ca. 1 Stunde durch.

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Jetzt ein ganz hater Schnitt (ha ha kleines Frisuren Wortspiel ;-)), denn wenn ihr schon mal in der Ecke seid, in Duisburg liegt (noch nicht öffentlich begehbar) seit kurzem das U-Boot aus der Ruhr2010 Aktion „RuhrAtoll“. Vom Baldeneysee ist es in den Duisburger Innenhafen umgezogen und soll in absehbarer Zeit besichtigt werden können. Es ist wohlgemerkt ein Kunstwerk, kein echtes U-Boot, aber vielleicht schneidet ihr euch die Info einfach hier aus und legt sie euch schon mal auf Halde (muahaha noch’n Wortspiel) :-D.

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Zoom Erlebniswelt

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Der Eintritt ist nicht gerade billig, aber ich finde er lohnt sich immer wieder und in den nächsten drei Wochen ist sogar noch Zeit, um mit der RuhrTopCard kostenlos in die Gelsenkirchener Zoom Erlebniswelt zu gehen. Danach, genauer am 01.04.2012 startet die Zoom (Sommer-)Saison 2012. Ich habe am vergangenen Samstag, trotz bedeckten Himmels mal wieder die Zoom Erlebniswelt besucht. Dieses Mal war ich alleine unterwegs. Was sich auf den ersten Blick etwas langweilig anhört, kann aber auch ein Vorteil sein. Ich war bereits um kurz nach 10.00 Uhr an der Kasse und hatte demnach viel Zeit, um mich mit dem Fotoapparat für einen Schnappschuß auf die Lauer zu legen.

Vorgenommen hatte ich mir im Alaskateil die Waschbären, den Kodiak- bzw. den Kamtschatkabär (beides Unterarten des Braunbären) sowie die Eisbären, die dieses Mal leider nicht im Wasser waren. Im Asienteil dann das Tropenparadies, in dem jetzt die Huluman Affen mit den Orang Utans zusammenleben, neben den Ottern versteht sich, die von Anfang an dort beheimatet sind und schließlich wollte ich im Afrikateil des Zoos die Löwen sowie die Schimpansen aufsuchen. Man kann nicht sagen, daß es besonders leer war, aber wer so früh im Jahr kommt, hat die gute Gelegenheit, die Gehege und demnach die Tiere ganz aus der Nähe betrachten zu können.

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Leider sind nicht alle Tiere draußen, so wie im Sommer und auch die Restaurants sind größtenteils noch geschlossen, so daß Selbstverpflegung angesagt ist, aber dafür hat man Zeit und Muße die Tiere in aller Ruhe zu betrachten. Natürlich ist immer ist ein bischen Zufall dabei, dann in den Gehegen zu sein, wenn die Tiere nicht gerade schlafen. So hatte ich z.B. das ausgesprochene Glück im Tropenparadies zu sehen, wie die Hulman Affen mit den Orang Utans versuchten Freundschaft zu schließen oder wie die Schimpansen das erste Mal nach dem Winter wieder auf die Außenanlage durfen, dort mit Apfelstückchen gefüttert wurden und außer Rand und Band schienen. Gerade bei den Schimpansen muß man unweigerlich darüber nachdenken wer hier wen beobachtet. Die Menschen die Affen oder umgekehrt. So saß an einem Fenster ein kleines Mädchen und schaute hinaus, als plötzlich einer der jüngeren Affen angerannt kam, von außen ans Fenster klopfte und wieder verschwand, während das Mädchen einen Schreckensschrei ausstieß. Die Affen vor der Scheibe schienen sich köstlich zu amüsieren.

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Auf diese Weise habe ich in jedem der drei Zooabschnitte je gut 90 Minuten verbracht und bin schließlich mit über 400 Fotos zurückgekommen. Nach der ersten Runde sind 238 übrig geblieben und eine Auswahl findet ihr wie immer in den Fotoalben von Flickr, Sevenload und (u.U. nur als Google+ Mitglied) bei Picasaweb.

Zoom Erlebniswelt

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Daß ich dieses Jahr wieder mit der Ruhrtopcard duch die Gegend reise hatte ich geschrieben, oder? Also mußte (wollte) ich bis Ende März auch noch in die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Am letzten Samstag, das Wetter war ansprechend, bin ich also zeitig los und was soll ich euch sagen, 15 Min. nach Öffnung des Zoos war es an den Kassen noch erfreulich leer. Ich hatte garnicht damit gerechnet, aber die Wege gehörten uns noch fast alleine.

Natürlich kann es einem passieren, daß einige Tiere um diese Zeit auch noch schlafen, aber das Risiko war es mir wert, nachdem ich mir im letzten Jahr fast zu selben Zeit vorkam wie in einer überfüllten U-Bahn. Leider gab es bei den Orang Utans irgendwelche Baurbeiten im Gehege, so daß die Tiere nur in einer kleinen Ecke zu finden waren. Das war ein bischen schade.

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Warum wird man Zoos eigentlich immer von Fotografen überfallen, die einem unbedingt ein Gruppenfoto aufschwatzen wollen. Nein einen gratis Schlüsselanhänger benötige ich auch nicht. Wir wollten stattdessen nach dem Löwen Ausschau halten, den wir beim letzten Mal auch nicht angetroffen hatten. Leider hatte auch er noch seine Ruhepause, aber die dicken Pranken lagen dafür in unmittelbarer Fotoweite. Süß das „Kätzchen“ 🙂 .

Für den kleinen Durst und den kleinen Hunger hatte ich einen Rucksack mit ein paar Kleinigkeiten dabei, aber ausgerechnet während der Bootsfahrt durchs Afrikagehege war essen untersagt. Die Affen auf der gleichnamigen Insel könnten sonst dem Futterneid verfallen. Ja einverstanden, die Beißer mochte ich nicht spüren.

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Stattdessen etwas essen auf dem Weg zum Eisbären. Den wollte ich unbedingt nochmal wiedersehen. Der Eisbär schwimmt bis kurz vor eine Scheibe, erschreckt dabei Besucher, die das noch nicht kennen und dreht dann wieder ab. Dieses Mal war allerdings der Wasserstand im Becken niedriger, so daß das Fenster ganz über Wasser war. Beim letzten Mal habe ich den Eisbären noch tauchen sehen. Dafür hat er sich dieses Mal als Handballer versucht 😉 . Mehr von der Zoom Erlebniswelt auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Rheinelbe und Rhein-Herne(-Kanal)

Der vorerst heißeste Tag in diesem Sommer und ich habe mich mal wieder auf Haldentour gemacht. Verrückt? Nein, ich war schließlich schon um 8.00 Uhr unterwegs. Dieses Mal sollte es zur Halde Rheinelbe gehen, denn da war ich noch nicht.

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Aber die Halde ist gut versteckt, zumindest für den, der noch nicht dort war. Ich bin zunächst 2 x daran vorbeigefahren, bevor ich den kleinen Fuß-/Radweg entdeckt habe. Die Sonne stand bereits gegen 9.00 Uhr hoch am Himmel, aber in gut 10 Minuten war die Spitze der Halde erreicht. Ob steht die weithin sichtbare Himmelstreppe, ein 10 Meter hoher Aufbau aus schweren Betonblöcken. Mitlerweile fällt auch die Orientierung leichter, wenn man bekannte (Hoch-)Punkte immer wiedererkennt.

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Danach ging es einmal quer durch Gelsenkirchen bis nach Essen zum bereits bekannten Aufgang der Schurenbachhalde. Von hier aus wollte ich einen Kurzbesuch am Rhein-Herne-Kanal absolvieren und prüfen, wie weit von hieraus die Objekte der „Emscherkunst“ fußläufig zu erreichen sind. Unmittelbar am Übergang zur Emscherinsel befindet sich das Kunstwerk „Schlafende Brücke – Warten auf den Fluß“ (mit Übernachtungsmöglichkeit). Die Brücke wartet auf die Renaturierung der Emscher an dieser Stelle.

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Da sich die Emscherkunst entlang der Emscherinsel (zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher) erstreckt, ist man gut beraten ein Fahrrad mitzunehmen. Ich habe mich dennoch zu Fuß in westliche Richtung aufgemacht und in ca. 10-15 Minuten Entfernung noch den Obelisken ausfindig gemacht. „Between the waters“ wäre noch einmal 10-15 Minuten weiter entfernt gewesen, für einen heißen Tag in praller Sonne eindeutig zuweit.

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Nebenbei, machmal ist es schwierig Kunst auch als Kunst zu erkennen. An einer Ecke habe ich ein paar Bänke mit eingelassenen Betonplatten gefunden und einen mit Stroh bedeckten (und abgesperrten) Uferstreifen zum Rhein-Herne-Kanal. Keine Ahnung, ob das auch Kunst sein sollte 😀 . Zum Tagesabschluß habe ich noch einen kurzen Abstecher auf die Schurenbachhalde gemacht, wenn man schon unmittelbar davor parkt. Da es aber mittlerweile auf die 12.00 Uhr zuging wurde es auch unerträglich heiß und ich habe mich auf den Rückweg gemacht.

Mehr Bildmaterial im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Auf dem Hochofen (Landschaftspark Duisburg)

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Donnerstag letzter Woche war Fronleichnam (also Feiertag in NRW). Da die Sonne schien, wollte ich die Zeit nutzen und endlich mal auf den Hochofen Nr. 5 im Landschaftspark Duisburg-Nord zu klettern. Ich war ja schon häufiger da, aber bisher war der Aufgang immer gesperrt. An diesem Donnerstag nicht, aber auf die Idee waren auch einiger Hundert andere gekommen 🙂 . Egal, ich bin also auf direktem Weg dorthin und habe die Stufen erklommen.

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Ich gebe zu die Treppen, ursprünglich ja nicht für Besucher konzipiert, sind schon abenteuerlich. Offene Stufen und weitestgehend außen am Turm kosten etwas Überwindung. Aber wer den Tetraeder erklommen hat kommt auch hier hoch. Ganze Familien (einigen ist die Überwindung anzusehen) haben sich hier auf den Weg auf den Hochofen gemacht. Dafür ist die Entschädigung (im wahrsten Sinne des Wortes) auch sehr aussichtsreich. Der Blick geht über die umliegenden Städte, Oberhausen, Mülheim, Bottrop … usw. mit ihren jeweiligen Landmarken und Sehenswürdigkeiten.

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Wer noch nie im Landschaftspark Duisburg-Nord war, kann von dort oben einen Rundumblick über das ganze Gelände genießen und sogar die A42 beobachten. Last but not least, wer mit offenen Augen anschließend durch den Park geht sieht so ganz nebenbei noch Kunstwerke aus der Ruhr2010 Aktion „Starke Orte“ die noch bis September 2010 andauert.

Fotos im Ruhr2010 Album von Flickr, Sevenload oder Picasaweb.