Ein Strudel aus Plastikmüll

erde Es gibt Dinge, die einem logisch erscheinen, von denen man aber trotzdem noch nie gehört oder gelesen hat. Was meint ihr, passiert mit einer Plastikflasche oder einer Plastiktüte, die auf einem Kreuzfahrtschiff oder einem Frachter über Bord fällt. Sie schwimmt auf dem Ozean und wird vielleicht irgendwo wieder angespült? Ja, könnte sein, hätte ich auch vermutet. In Wirklichkeit wird jedoch ein Großteil des Plastikmülls, der so in den Meeren landet, von den Naturgewalten (Sonne, Gezeiten, Wind und Wellen) so fein zermahlen, daß sich daraus eine regelrechte Plastiksuppe ergibt. Die „Suppe“ sammelt sich dann nach und nach in verschiedenen übergroßen Strudelbewegungen. Der größte Strudel dreht sich im Pazifik zwischen den US-Bundesstaaten Hawaii und Kalifornien, kaum sichtbar, knapp unter der Meeresoberfläche.

Forscher wollen jetzt herausfinden, ob es möglich ist den Müll mit einem engmaschigen Netz herauszufischen. Das Netz muß engmaschig genug sein, um den klein zerriebenen Plastikmüll aufzufangen, aber auch großmaschig genug sein, um Plankton durchzulassen. Vielleicht, so die Hoffnung, kann man den Müll anschließend wiederverwerten oder als Brennstoff verwenden. Da sich der Plastik-Wirbel in internationalen Gewässern dreht, fühlt sich wie üblich keine Regierung verantwortlich. Die rd. 1,4 Millionen Euro, die für die Expedition notwendig sind, sollen aus Spenden aufgebracht werden.

Quelle: heute.de

Einweg oder Mehrweg

mehrweg Welchen Pfandbetrag müßt ihr für eine Einwegflasche und welchen für eine Mehrwegflasche bezahlen? Was ist überhaupt der Unterschied zwischen diesen beiden Flaschen und wie unterscheidet man sie? Kommen nicht beide nach der Leerung wieder in den Leergutautomaten? Ja, kommen sie, aber Mehrweg, das sagt ja bereits der Name, werden nach der Benutzung wieder eingesammelt, gespült und anschließend wiederbefüllt (sofern sie nicht beschädigt wurden). Einwegflaschen hingegen werden nach der Rückgabe zusammengepresst, geschreddert und recycelt. Allerdings ist sowohl der Produktionsprozess immer wieder neue Flaschen produzieren zu müssen aufwendig als auch der Transport des Recyclingmaterials, welches häufig bis nach Afrika oder Asien transportiert wird.

Hauptverkäufer von Einwegflaschen sind Discounter, die es sich sparen wollen das Leergut mühsam wieder einzusammeln und auch bis zum Abtransport zu lagern. Um die Mehrwegquote trotzdem hoch zu halten wurde vor einiger Zeit das Einwegpfand eingeführt. Das Ergebnis jedoch ist eher mäßig, einzig die Flaschen landen jetzt seltener im Restmüll oder am Straßenrand. Ach ja der Pfandbetrag, er beträgt bei einer Mehrwegflasche zwischen 8 ct. (Bier) und 15 ct. (Wasser, Limonade, Säfte) und bei einer Einwegflasche einheitlich bei 25 ct.

einwegflasche Und wie erkennt man Einwegflaschen. Zum einen tragen sie das Flaschen/Dosensymbol hier rechts, zum anderen steht (verwirrender Weise) meist Pfandflasche drauf. Mehrweg wird neuerdings mit dem Symbol oben links und der Aufschrift Mehrweg gekennzeichnet. Ganz ohne Pfand sind z.Zt. noch vereinzelte Diätgetränke, Joghurtdrinks und Saftflaschen. Noch, denn um der weiter schwindenden Mehrwegquote entgegenzuwirken denkt die Bundesregierung derzeit über eine Sonderabgabe für Einwegflaschen nach, was den Preis je Flasche um 10 – 20 ct. verteuern könnte.