E-Post und De-Mail was ist das eigentlich

Seit ein paar Tagen ist es möglich sich eine rechtssichere e-mail Adresse bei der Deutschen Post AG und verschiedenen E-Mailprovidern zu reservieren.

Bei der Deutschen Post AG heißt das System E-Post und ab sofort ist die Registrierung von Mail-Adressen für den E-Postbrief möglich. Wer als erstes kommt oder einen ausgfallenen Namen hat bekommt eine Adresse vorname.nachname@epost.de, wer später kommt muß eine Zahl an den Namen anhängen, also vorname.nachname.zahl@epost.de. Der Versand wird nur von E-Post an E-Post Kunde möglich sein und voraussichtlich je 55 ct. kosten (Zusatzleistungen noch nicht eingerechnet). Und wenn der Empfänger kein E-Post Kunde ist? Dann wird der Brief gedruckt, kuvertiert und auf dem Papierweg dem Empfänger zugestellt. Ob sich die 55 ct. lohnen muß sich zeigen.

Um sicherzustellen, daß der E-Post Kontoinhaber der ist, für den er sich ausgibt, erfolgt die Kontrolle einmalig über das Postidentverfahren, also der Vorlage des Personalausweises am nächsten Postschalter. Zusätzlich ist für die Bezahlung eine Art Prepaidkonto einzurichten.

Provider wie die Deutsche Telekom (T-Online), Web.de oder GMX bieten im Gegenzug ein Produkt Namens DE-Mail an. Das Prinzip dürfte das gleiche sein, wobei ich nicht weiß ob der Versand der Provider auch untereinander funktionieren wird. Die e-mail Adresse hier wird vermutlich lauten vorname.nachname@provider.de-mail.de wobei „provider“ der Name des jeweiligen Anbieters wie gmx, web oder t-online ist (ebenfalls erweitert um entsprechende Zahlen, wenn der Name bereits vergeben ist).

Wieviel Porto eine De-Mail später kosten soll, ist noch nicht klar, vermutlich aber weniger als die o.g. 55 ct. Während die Registrierung der E-Post Adressen bereits möglich ist, können DE-Mail Adressen z.Zt. nur reserviert, aber noch nicht registriert werden.

[Update] Hier noch ein interessanter Artikel auf der Seite Teltarif „De-Mail vs. ePost: Alle wichtigen Details im Überblick“.

5 Kommentare

  1. Alles klar. Und wozu brauche ich das? Ich kann doch einfach eine E-Mail oder auch so etwas exotisches wie einen Brief schicken. Sollen da vielleicht wieder Arbeitsplätze, nämlich die der Zusteller, abgebaut werden?

    Antwort

    1. Die deustche Post AG versendet (dank e-mail) weniger echte Briefe und hofft damit wieder Geld zu verdienen (was natürlich auch für die genannten E-MailProvider gilt). Da der Absender zertifiziert ist, möchte man als Fernziel erreichen, daß der Anwender auf dem Weg auch Rechtsgeschäfte abschließen kann, für die sonst eine Unterschrift notwendig wäre. Voraussetzung ist natürlich, daß entsprechende Firmen, Städte, Versicherungen usw. dabei mitmachen.

      Antwort

  2. Frage: De-Mail, E-Postbrief – brauche ich das?

    Hier preschen Deutsche Post und andere Anbieter mit einem E-Mail-System vor, bevor überhaupt die Voraussetzung für seine zweifelsfreie Rechtsverbindlichkeit geschaffen ist. Warum machen sie das? Streng genommen ist ihre E-Mail nämlich längst noch nicht vollständig rechtssicher. Das entsprechende Gesetz dafür ist noch gar nicht verabschiedet und wird wohl auch bis Ende des Jahres noch auf sich warten lassen.

    Die wenigen Male, die ich „rechtssicher“ versenden muss, werde ich wie bisher lieber das herkömmliche „Einschreiben“ nutzen, bevor ich mir das ganze Procedere der Registrierung zumute und nicht weiß, was mit meinen Daten geschieht!
    Und darüber hinaus zum Thema „zeitgemäßer“ Briefversand: Ich nutze bereits seit über 2 Jahren den Online-Briefversand (Hybridpost) des Brief-online-Portals (www.briefonlineportal.de) und bin sehr zufrieden! Egal, ob Rechnungen, Angebote oder größere Mailingaktionen – das Handling dieses Online-Briefversands ist extrem anwenderfreundlich und zeitsparend: Anleitungen im PDF-Format sowie Videos erleichtern den sofortigen Einstieg. Die Registrierung ist mit wenigen Mouseclicks erledigt. Der Preis stimmt, Übertragung der Daten mit hohem Sicherheitsstandard (128-Bit-Verschlüsselung mit SSL und SFTP)!
    Warum sollte ich jetzt De-Mail oder den E-Postbrief der Deutschen Post nutzen?

    Und das Beste für meine Zwecke als Unternehmer: Für Werbeaussendungen / Mailings gilt: Infobriefe/ Infopost: (adressierte, inhaltsgleiche Sendungen) ab einer Stückzahl von 300 sind im Preis noch günstiger – die Zugabe von Beilegern ist möglich, auch der Druck auf Spezialpapier. Hier kann sogar unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorratshaltung beim Brief-online-Portal erfolgen. Das bieten weder De-Mail noch E-Postbrief! Was will ich mehr?!

    Antwort

    1. Hier preschen Deutsche Post und andere Anbieter mit einem E-Mail-System vor […] Warum machen sie das?

      Ich nehme mal an, daß der Versand vor der Verabschiedung des Gesetzes auch noch nicht möglich sein wird, aber hier geht es um finanzielle Interessen (denke ich mal). Wer zum Start bereits die meisten Kunden um sich versammelt hat, der hat u.U. auch die besseren Argumente warum die Versicherung X oder das Versandhaus Y auch Kunde von E-Post oder DE-Mail werden soll. Ich gehe fest davon aus, daß Städte, Gemeinden und große Firmen auch Rabatte bekommen, genauso wie es heute beim Papierbrief auch ist. Last but not least stellt man sich vor, daß der Kunde zukünftig (Online-)Geschäfte (z.B. eine Kontoeröffnung) tätigen kann, ohne das Haus zu verlassen.

      Antwort

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