Weltklimakonferenz

Wußtet ihr, daß Bauxit der Rohstoff ist, aus dem Aluminium entsteht? Aluminium wird bei der Herstellung von Alltagsprodukten gerne eingesetzt, vor allem weil es leicht ist. Sogar die Autoindustrie schwört mehr und mehr auf den Einsatz von Aluminiumbauteilen. Aber wie wird Aluminium eigentlich hergestellt? Vor ein paar Tagen habe ich einen interressanten aber auch bedrückenden Bericht im WDR gesehen. Es ging darum, daß Autobauer eine bessere CO2 Bilanz vorweisen möchten, indem Sie statt Stahl Aluminium zum Autobau verwenden.

Auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen ist geplant, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu verringern. Deutschland will das unter anderem mit leichteren Autos schaffen – dank Aluminium. Leider wird bei der Betrachtungsweise leicht übersehen wie Aluminium hergestellt wird.

In Brasilien, wichtiges Herkunftsland des Aluminiumrohstoffes Bauxit, saugen Pumpen bis zu 200 Liter Wasser in der Sekunde aus Seen um damit den Aluminiumrohstoff zu waschen. Als Abfallprodukt entsteht ein roter, giftiger Schlamm, der keinesfalls in den See laufen darf, weil er dort ansonsten die Wasserpflanzen erstickt. Und trotzdem passiert es immer wieder, daß Pflanzen und Tiere, welche den Einwohnern zum Leben dienen, vernichtet werden.

Und als wenn der stark alkalische Schlamm nicht genug wäre, auch ungeheure Mengen Energie in Form von Strom (erzeugt durch Wasserkraft) sind notwendig. Einer der Hauptversorger für Wasserkraft in Brasilien ist der Tucuruí-Stausee. Leider wurde vor der Flutung des Sees auf die Rodung der Fläche verzichtet und so verfault nun die Biomasse am Grund, was wiederum zur Bildung von Methangas führt.

An diesem kleinen Beispiel zeigt sich, daß die geplante CO2 Einsparung bei uns nur zu einer Verlagerung der Schadstoffe in einen anderen Teil der Welt führt, ganz zu schweigen von Ländern, die sich gerade erst als aufstrebende Nationen industriell entwickeln. Grönland z.B. will die großen Mengen Schmelzwasser die durch den Treibhauseffekt entstehen nutzen, um ebenfalls Wasserkraftwerke zu speisen. Und der CO2 Ausstoß? Den möchte die grönländische Regierung auch gerne steigern. Geplant ist ein Ausstoß, der achteinhalbmal (!) so hoch ist wie der in den USA.

Noch Fragen …

3 Kommentare

  1. Wenn es immer so einfach wäre. Um jetzt wirklich noch etwas gegen den Klimawandel zu tun, müssten wir alle unser Lebensgewohnheiten ändern, die Wirtschaft müsste sich umstellen und mehr Investitionen vom Staat getätigt werden. Da aber immer der Profit im Vordergrund steht, wird eine starke Lobby weiterhin dafür sorgen, dass sich nicht allzuviel ändert.
    Auch die Klimakonferenz wird sicher wieder keine konkreten Beschlüsse finden. Viel wird geplant, es wird vielleicht Absprachen geben, wie immer. Aber umgesetzt..?!

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  2. Daisy, Bob und die klirrende Erdwarmerung

    http://freidemzen.wordpress.com/2010/01/17/daisy-bob-und-die-klirrende-erdwarmerung/

    Stellt euch vor: alle warten auf die „Erderwärmung“ und es kommt einfach keine! Das Wetter bleibt gleich und die Erderwärmung scheint bis auf Weiteres verschoben! Uns wurden aber subtropische Zustände versprochen! Im Tank-Top durch den sonnigen Januar und die Meeresbrise am palmenumstandenen Strand im heißen Süddeutschland […]

    Gruß Peter

    Antwort

    1. Ich habe deinen Kommentar etwas gekürzt, wer den ganzen Beitrag lesen will, kann ja deinen Blog besuchen. Bitte wiederhole nicht den ganzen Artikel hier. Danke.

      Antwort

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