Es war einmal … Privatfernsehen

Was haben wir uns Ende der 80’er Jahre gefreut, als neben dem muffigen öffentlich rechtlichen Fernsehprogramm endlich frisches Privatfernsehen über die Bildschirme flimmerte. Endlich Filme, Unterhaltung abseits ausgetretener Pfade. Einziger Wehrmutstropfen, ein bischen Werbung. 2 x 7 Minuten pro Stunde, auf Dauer genau die Zeit, die man braucht um sich was zu essen zu machen oder mal aufs Klo zu gehen.

Und heute, rund 20 Jahre später? Heute gruselt es einen, wenn man Privatfernsehen guckt. Die öffentlich rechtlichen Sender haben sich ein bischen abgeguckt und sind längst nicht mehr so muffig wie einst, der Nachmittag und frühe Abend wird auch gefüllt mit täglichen Serien, aber manch informative Sendung hat überlebt. Und die Privaten?

Sie füllen die Werbepausen mit Gewinnspielen die nur darauf abzielen möglichst viele Anrufer zu generieren, mit DokuSoaps, die mit gecasteten Menschen reale Welt suggerieren, mit Bauern die Frauen suchen und dafür passend in Szene gesetzt werden und mit SuperPopstars die einen Hype auslösen und im gleichen Atemzug die Zuschauer über den Tisch ziehen. Gott sei Dank habe ich keine Zeit alle diese Niedergänge des deutschen Fernsehens zu sehen, aber die FAZ hat es in einem, wie ich finde, sehr passenden Kommentar auf den Punkt gebracht. Ich würde nach Lesen dieses Artikels mal prophezeien Privatfernsehen war gestern.

P.S.: Wir hätten schon mißtrauisch werden sollen, als Pronto Salvatore mit „Ciao Ragazzi“! über die Mattscheibe flimmerte 😀 .

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