20. Jahrestag des Mauerfalls

brandenburger_tor_3 Im Mai schrieb ich in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Geburtstag und Mauerfall“ über den 60. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland. Der Jahrestag des Mauerfalls war da noch ein halbes Jahr hin. Nun steht der 9. November vor der Türe. Jener schicksalsträchige Tag im Jahre 1989, an dem Günter Schabowski um 18.53 Uhr verkündet: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen […] beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt„.

Seinerzeit dachten alle, daß ihm dieser Satz so rausgerutscht wäre, aber um so mehr Zeit seit dem vergangen ist, um so mehr denke ich, daß dieser so zufällig gesprochene Satz überhaupt nicht so zufällig war. Daß die Grenze damals fiel und mit ihr die DDR war vermutlich allen Oberen klar (na ja fast allen) und ob die Grenzöffnung dem Einzelnen etwas gebracht hat, muß jeder für sich selbst entscheiden.

Jetzt, 20 Jahre später, werden jedenfalls 1000 überdimensionale und bemalte Dominosteine den alten Grenzverlauf zw. Reichstag und Potsdamer Platz kennzeichnen und anschließend symbolisch zu Fall gebracht. ARD und ZDF werden am Montag ab ca. 19.00 Uhr live aus Berlin senden. Nebenbei, es ist schon erstaunlich, daß es ausgerechnet ein 9. November war, an dem die Mauer fiel, denn wer nur an den Mauerfall denkt, wenn er das Datum hört, hat zu kurz gedacht wie dieser Link zu Wikipedia zeigt. Aber das nur nebenbei, ihr sollt ja bei mir auch was lernen 😀 .

4 Kommentare

  1. Was gibt’s da zu feiern? Da feiere ich lieber mit Kati Witt und Margot Honecker und einem Riesenjoint bei mir in der Sauna 60 Jahre DDR. Radio Pyönyang und Radio Havanna übertragen das ganz dann live in die unendlichen Weiten des Weltalls und die noch viel unendlicheren Weiten des Internets.

    Und weil die behindertengerecht und barrierefrei sind veröffentlichen die auch das Drehbuch für die Tauben und wenn sie es wollen auch für die Spatzen.

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  2. @Helmut Qualtinger Irgendwie habe ich den 😀 Smiley in deinem Kommentar vermißt. Das ist Satire, oder? Das muß Satire sein, denn dein Dialekt klingt ja nun wirklich nicht sächsisch o.ä. Vielleicht bist du ja der Orignal „Helmut Qualtinger“ († 29. September 1986), dann würde mich dein Anschluß ans Netz da oben interessieren 😀 . Ich habe den Kommentar mal freigegeben.

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  3. Grantscherm wie der Helmut – Gott hab in selig – setzten aus Prinzip keine Smileys. Man soll die Leute ja nicht vorwarnen sondern überraschen. Das heisst aber noch lange nicht, dass wir Wiener ernst genommen werden wollen, geschweige denn uns selber ernst nehmen.

    Wenn Du auch ohne Vorwarnung lachen konntest, dann ist uns gelungen was wir wollten.

    Schönen Feiertag jedenfalls

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