Erfahrungsbericht LG KM900 Arena

1Erster Erfahrungsbericht zum neuen Mobiltelefon LG KM900 Arena. Ich habe lange überlegt und wollte erst wieder ein Nokia Gerät haben, aber erstens heißt es ja so schön „Nokia geht garnicht“ (Stichwort Schließung des Werkes in Bochum) und zweitens wollte Vodafone selbst für Kunden mit Rahmenvertrag um die 200,- Euro für ein N85 oder N95. Also habe ich es gewagt stattdessen ein Gerät der Firma LG zu nehmen. Hergestellt werden die Geräte (soweit ich weiß) zwar auch nicht hier sondern in Korea aber LG hat seinen deutschen Firmensitz in Willich, also gleich hier um die Ecke.

Zunächst mal die Handlichkeit. Mit ca. 5,5 x 10,5 x 1,2 cm (BxHxT) ist das Gerät zwar etwas breiter als ein normales Handy aber durchaus noch handlich. Außer dem Ein-/Ausknopf, den Lautstärkereglern und der Kamerataste hat das Gerät keine hardwareseitigen Tasten. Alles andere wird über den Touchscreen geregelt. Nachdem die SIM Karte eingelegt war wurde kurz gefragt, ob die Kontakte ins Telefon übernommen werden sollen und ein kleiner Annimationsfilm zeigte die grundlegende Bedienung. Danach gings los.

Unten am Rand einmal Hörer abnehmen (grün) und Hörer auflegen (rot), dazwischen eine Multifunktionstaste mit verschiedenen Aufgaben je nach Menü. Der Rest des Bildschirms ist einer Art Desktop nachempfunden, auf dem man Kalender, Uhr, Symbole für empfangene e-mails etc. abelegen kann. Insgesamt gibt es 4 Desktops, zunächst der eben berschriebene, dann einen für den schnellen Zugriff auf wichtige Kontakte (Telefonnummern), einen für Bilder und Musik und einen mit den wichtigsten neun Programmen (SMS, e-mail, Kamera, Musikplayer, Internet … sowas eben). Der Wechsel zwischen den Desktops erfolgt mit einem Fingerwisch nach rechts oder links.

Da das Handy vom Netzanbieter kommt, sind die meisten Einstellungen bereits voreingestellt, lediglich meine e-mail Adresse habe ich noch einrichten müssen und dazu die üblichen „privaten“ Einstellungen wie SMS- und Klingelton. Berührt man den Touchscreen erfolgt (auf Wunsch abstellbar) eine kurze Vibration, als Zeichen, daß die Berührung erkannt wurde. Als Ladegerät erhält der Kunde bereits ein zukunftsweisendes Ladegerät mit Mini USB Buchse, dazu einen Kopfhörer mit integriertem Mikrofon, ein USB Kabel und ein Handbuch nebst CD. Vom iPhone abgeguckt hat man sich Funktionen wie das verschieben von Icons, das Scrollen usw. mittels Fingerwisch und das vergrößern und verkleinern der Schrift (z.B. während einer Internetsession) durch Bewegung von Daumen und Zeigefinger (zusammen bzw. auseinander). Als ich versucht habe eine Webseite zu vergrößern während sie noch geladen wurde, habe ich es geschafft das Gerät zum Absturz zu bringen 😀 . Die Anzeige läßt sich bei einigen Anwendungen (entsprechend der Drehrichtung des Gerätes) ins Querformat drehen, was etwas mehr Platz auf dem Bildschirm bietet.

Beim Schreiben einer Nachricht (e-mail, SMS) oder eines Textes bekommt man im Hochkantformat eine übliche Handytastatur (incl. der Eingabehilfe T9 etc.) angeboten. Dreht man das Gerät quer erhält man eine Buchstabentastatur, umschaltbar auf Zahlen, Sonderzeichen usw. Ansonsten verfügt das Gerät über eine 5 Megapixel Kamera, ein Radio, GPS-A und WLan.

Um Strom zu sparen schaltet das Display nach einigen Sekunden dunkler und nach (wählbaren) 60 Sekunden ganz ab (Tastensperre). Ein kurzer Klick auf den An-/Ausknopf bringt den Anwender aber an die letzte Stelle zurück. Im großen und ganzen ist die Bedienung für jemanden der auch anderweitig an Computern arbeitet ziemlich intuitiv. Das Handbuch habe ich bisher kaum benötigt. Erst Einzelheiten muß man hier und da mal nachlesen. Leider, und das könnte ich als kleinen Nachteil aufführen, kann man das Touchscreen anscheinend nur mit den Fingern bedienen, ein Versuch mit einem Eingabestift (PDA, Nintendo DS o.ä.) brachte kein Ergebnis. Das ist insbesondere deshalb schade, weil bei Internetseiten häufig erst stark vergrößert werden muß um z.B. einen Link zielgenau zu treffen.

Erste Versuche mit einem neuen Gerät fallen i.d.R. etwas ausführlicher aus, so daß der Akku nach knapp 2 Tagen auch schon zu Ende war. Wie sich der Akku auf längere Sicht schlägt berichte ich nach einiger Zeit, ich würde mal sagen so in 6-8 Wochen. Selbstverständlich darf man nicht vergessen, daß ich am Sonntag kurz auch die WiFi (WLan) Funktion, die übrigens auf Anhieb funktionierte, ausprobiert habe. Die zieht vermutlich richtig Strom.

[Update] Mitlerweile habe ich auch die Kamera mal ausprobiert und festgestellt, der volle (optische) Zoom und ein leicht dämmeriger Abendhimmel bereiten der Kamera Schwierigkeiten. Weitere Ergebnisse lest ihr in einem zweiten Blogbeitrag in den nächsten Tagen.

4 Kommentare

  1. Klingt richtig gut! Oft werden einem Dinge erst nach längerer Benutzung klar. Also im Sinne von „brauchbar“ oder „nicht brauchbar“. So erging es mir beim Nokia E 90. Und wird mir beim jetzigen sicherlich ähnlich gehen.

    Wichtig ist, dass man Geräte intuitiv bedienen kann – so wie du schreibst – ohne groß die Bedienungsanleitung zu Rate zu ziehen. Aber ein Blick ist die GA schon wert, da es manche versteckte Dinge gibt, die einem das Leben mit dem Handy erleichtern.

    Ich wünsche dir viel Spaß mit deiner neuen Errungenschaft!

    Antwort

  2. @TomInMuc Danke dir für deinen ersten Kommentar, weitere Erfahrungsberichte gibt es sicher in den nächsten Tagen (siehe z.B. [Update] zur Kamera). Das schöne ist, dank Vertrag hab eich das Gerät für 1,- Euro bekommen. Da kann man nichts falsch machen 😀 .

    Antwort

  3. Dieses Handy ist wohl LGs Anwort auf das iPhone, oder? Denn die Bedienung erinnert mich großteils an meinen iPod touch … Wie befüllt man das eigentlich mit Musik? Gibst du uns noch einen Link zu den technischen Daten 😉 ?

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