Mein Blog wird jetzt lokal gepflegt

Heute habe ich mir die Zeit genommen und habe sowohl das Notebook als auch den PC wieder mit den neuesten Updates versorgt (ausgenommen den InternetExplorer 8.0, weil ich dazu noch keine Lust hatte und ein Programm namens “Silverlight” (… was ist eigentlich?). Ein Menüpunkt nannte sich LiveEssentials. Die auch mal angeklickt und los.

Nachdem sich eine Zeit nichts mehr tat, viel mir auf, daß sich im Hintergrund ein zweites Fenster geöffnet hatte, in dem ich eine Reihe von Microsoft Programmen auswählen konnte. Vom Messenger über Mail, Foto bis zum Writer. Vorsichtig wie ich bin, habe ich erst mal alles deaktiviert und nur dieses Programm, den Writer ausgewählt.

Kartenbild

Auch das Einfügen von Karten-ausschnitten, Bildern, Hyperlinks, Tabellen etc. soll möglich sein. Sogar eine 1a Vorschau-funktion ist inbegriffen.

Der Writer soll es (im Look einer Textverarbeitung) möglich machen, daß ich meinen Blog zukünftig offline vorbereite und dann sozusagen hochlade bzw. freigebe. Vermutlich kann ich das alles auch mit meinem spärlich gefüllten WindowsLive  Account verknüpfen (so ganz habe ich da noch nicht den Durchblick). Ich bin jetzt erst mal gespannt, was passiert, wenn ich auf “Veröffentlichen” klicke. Wenn ihr das hier lesen könnt, hat es funktioniert 😀 .

P.S.: Sieht gut aus, hier übrigens noch die WindowsLive Seite mit Informationen.

Mein Schiff

MeinSchiff

Nein, nicht dieser Werbespruch mein Haus, mein Auto, mein Schiff 😀 … nein, heute Abend wurde mal wieder ein Kreuzfahrtschiff in Hamburg getauft und es gab ein richtiges Volksfest. Die Münchner mögen mir das verzeihen, aber ich fühle mich dem Norden und dem Wasser mehr hingezogen als den Bergen, obwohl ich überhaupt nicht seefest bin. Aber ich schaue mir Schiffe gerne von Land an und fand die Bilder aus Hamburg heute Abend wieder mal sehr schön.

MeinSchiff_Feuerwerk

Irgendwie haben Veranstaltungen mit maritimen Einschlag, der Duft von Wasser und Meer etwas, was mir gefällt. Im Juni bin ich übrigens nochmal beruflich in Hamburg (eigentlich sollte ich nach Berlin, aber der Kurs wurde gecancelt), daß „Mein Schiff“ dann vor Anker liegen wird ist eher unwahrscheinlich, aber vielleicht ein anderes sehenswertes Schiff.

Der Name „Mein Schiff“ für das Schiff ist übrigens das Ergebnis eines Wettbewerbs in Kooperation mit dem Magazin „Bunte“, an dem sich mehr als 11.000 Teilnehmer mit über 30.000 Ideen beteiligt haben. Wie stehts mit euch, seid ihr seefest?

Internet, e-Mail und Spam

e-mail_at Wer hat sich nicht schon mal geärgert, daß plötzlich Spam im e-mail Briefkasten gelandet ist und man sich einfach nicht erklären konnte, wie die Adresse an den Versender gelangt ist. Wer sichergehen will, eine Adresse zu besitzen, die eine gewisse Zeit existiert, einem aber trotzdem nicht den e-mail Briefkasten verstopft, dem empfehle ich Spamgourmet.

Nach einmaliger Registrierung (und Angabe der „echten“ e-mail Adresse bei Spamgourmet) wird man aufgefordert einen Benutzernamen zu wählen. Dieser Benutzername (oder Nickname) ermöglicht einem anschließend das Erstellen einer fast beliebigen e-mail Adresse nach folgendem Muster:

irgendwas.anzahl.benutzername@spamgourmet.com

Ich zitiere mal (sinngemäß) von der Spamgourmet Homepage:

„irgendwas“ ist ein ausgedachtes Wort, das zuvor noch nicht verwendet wurde, „anzahl“ die Anzahl der E-Mails, die über diese E-Mail-Adresse an das echte Postfach weitergeleitet werden sollen (maximal 20) und „benutzername“ der Benutzername.

Lautet der Benutzername z. B. „spamcowboy“ und man vergibt die Adresse

ausgedacht.2.spamcowboy@spamgourmet.com

so wird diese Adresse beim ersten Gebrauch automatisch angelegt (man muß nichts einrichten) und höchstens zwei Nachrichten dorthin werden an das echte Postfach weitergeleitet. Weitere Nachrichten an diese Adresse werden verschluckt. Die Anzahl kann auch durch Buchstaben verschlüsselt werden. Der erste Buchstabe nach dem ersten Punkt zählt z.B. „B“ in Blog = 2.

ausgedacht.blog.spamcowboy@spamgourmet.com

Das ausgedachte Wort für „irgendwas“ kann auch noch auf bestimmte Begriffe eingeschränkt werden oder mit einem Präfix weiter geschützt werden. Ist der Zähler „anzahl“ überschritten, wird man unter dieser e-mail Adresse nie mehr belästigt.

Der Vorteil dieses Dienstes ist, daß man sich nicht ständig bei irgendeinem e-mail Anbieter anmelden und neue e-mail Adressen erfinden muß, sondern daß man sich, ohne die Homepage weiter zu besuchen, einfach eine Adresse mit seinem Benutzernamen ausdenken kann. Besucht man die Homepage von Spamgourmet doch noch mal, kann man sehen, wieviele (Spam-)e-mails auf alte Adressen eingegangen sind. Bei mir wurden insgesamt bereits 28.366 Spams verschluckt 😀 .

Online Petition – Indizierung und Sperrung von Internetseiten

vertrag Eigentlich wollte ich hier ja nichts politisches schreiben, aber nachdem ich heute auf den Seiten der Netzeitung einen Artikel gelesen habe und auch der Computerclub
Podcast
diese Woche das Thema hatte, muß ich mich doch mal laut äußern.

Die Bundesregierung, das hat sich vermutlich herumgesprochen, möchte etwas gegen Kinderpornogafie im Internet tun. Verständlich und durchaus gerechtfertigt. Also wurde flugs ein Gesetztentwurf aus dem Boden gestampft, der sich im Wahljahr bei allen Internetunerfahren sicherlich gut macht.

Ziel soll es sein, soweit ich bisher verstanden habe, daß bestimmte Internetadressen in der Form „www.blablabla.de“ gesperrt werden. Welche Adressen das genau sind, weiß nur das BKA, denn dort wird die geheime Liste gespeichert. Soweit sogut. Jetzt aber kommt die Kehrseite der Medaille.

1. Es werden m.W. nur die WWW Adressen gesperrt, nicht die IP Adressen und jeder der einen Browser bedienen kann, kann auch eine IP Adresse statt der WWW Adresse in den Browser eintippen.
2. Nur Provider mit mehr als 10.000 Kunden müssen diese Sperre einrichten
3. Die geheime Liste kann jederzeit auch um Webseiten ergänzt werden, die mit Kinderpornogafie garnichts zu tun haben
4. Es könnte sogar soweit kommen, daß man garkeine Webserver mehr direkt ansprechen darf, sondern die Provider einen Proxyserver installieren müssen (also eine Art Cachspeicher), der nur freigegebene Adressen beinhaltet
5. Wer trotzdem eine der „verbotenen“ Seiten ansurft (oder es zumindest versucht und sei es nur, weil der Browser schon mal die Links auf einer Seite im Hintergrund vorläd) soll gespeichert und dem BKA gemeldet werden als potentieller Pädophiler.

Nachdem ich diese Punkte gelesen habe war mir klar, warum z.Zt. etwa 13 Bürger pro Minute die Online-Petition gegen „Zensursula“ (eigentlich „Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“) unterzeichnen. Den aktuellen Stand gibt es bei Twitter unter dem User Mitzeichner. Wenn mindestens 50.000 Unterstützer zusammenkommen muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages damit in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen (wobei eine Beschäftigung des Petitionsauschusses mit dem Thema für den Gesetzgeber keine bindenden Konsequenzen hat).

Wenn ihr auch unterschreiben wollt hier ist der Link zur Online-Petition. Ihr müßt euch einmalig anmelden und könnt dann auf den Link „Petition mitzeichnen“ klicken. Eine Beteiligung an der Abstimmung ist noch bis zum 16. Juni möglich.

[Update]
Die 50.000’er Grenze wohl in der letzten Nacht überschritten worden. Als Ergänzung hier noch ein Artikel der taz, der die Absurdität des Gesetzes zeigt.

Zurück in Düsseldorf


Wer meint ich würde mich nur in Hamburg und Berlin rumtreiben, der sollte mal in meine Fotoalben bei Flickr bzw. Sevenload schauen. Letzte Woche habe ich mal wieder einen Abstecher in die Landeshauptstadt von NRW nach Düsseldorf gemacht. Das Wetter war durchwachsen, aber trotzdem sind wieder eine Reihe Fotos entstanden.

Wie ihr wißt, trage ich meine Digitalkamera nicht immer nur zu den touristisch bekannten Punkten, sondern auch das eine oder andere Mal zu außergewöhnlichen Plätzen von denen ich im Internet oder in Zeitungen oder Zeitschriften gelesen habe. Dieses Mal führte mich der Weg zunächst zum Platz der deutschen Einheit (mußte ich ja hin, schließlich jährt sich die Einheit im Jahr 2009 bereits zum 20. Mal).

Anschließend ging es dann zur Kiefernstraße (die bestimmt nicht in jedem Tourismusführer steht). Die Kiefernstr., in den 1980’er Jahren durch Hausbesetzungen bekannt geworden (ähnlich der Hafenstraße in Hamburg), bewohnen heute rd. 800 Bewohner aus bis zu 45 Nationalitäten und verschiedensten sozialen Gruppen (Quelle: Wikipedia).

Als die Überlegung hochkam die Häuser dieser Straße abzureißen wurden auf rd. 200 Metern Länge die Hausfassaden bunt bemalt, so bunt, daß sich der Einsatz der Digitalkamera richtig gelohnt hat.

Danach habe ich mich nochmal im Medienhafen umgesehen. Ein alter Binnenhafen, der ähnlich wie in Duisburg oder Hamburg mit neuem Leben gefüllt wurde. Büros, Restaurants und Medienfirmen, bis hin zum WDR, haben hier ihre Räume (der WDR sogar sein Düsseldorfer Funkhaus).

Die auffälligste Bebauung ist der Gebäudekomplex „Der Neue Zollhof“ des Architekten Frank Gehry (rück den Schrank ruhig in die Ecke 😀 ).

Zum guten Schluß trieb es mich am Rheinufer entlang zurück. Bei schönem Wetter könnte ich hier stundenlang sitzen und den Schiffen auf dem Rhein und den Menschen auf der Promenade zusehen. Ein zünftiges Altbier habe ich mir dieses Mal auf Grund der fortgeschrittenen Zeit verkniffen, aber das wird beim nächsten Besuch bestimmt nachgeholt 😀 .